Was läuft falsch?
Pickel ausdrücken & typische Pflegefehler – und wie Sie es richtig machen
Hand aufs Herz, liebe Leserinnen:
Wer hat es nicht schon getan?
Ein kleiner Pickel taucht auf – vielleicht genau vor einem wichtigen Termin. Sie entdecken ihn im Spiegel, beugen sich näher heran … und plötzlich drücken Sie.
Kurzfristig scheint das Problem gelöst. Doch am nächsten Tag?
Rötung. Schwellung. Vielleicht sogar eine Entzündung.
Was läuft also falsch?
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Warum wir Pickel ausdrücken – und warum es selten gut endet
Pickel entstehen durch:
- verstopfte Poren
- überschüssigen Talg
- abgestorbene Hautzellen
- Bakterien
Wenn Sie einen Pickel unkontrolliert ausdrücken, passiert häufig Folgendes:
- Bakterien werden tiefer ins Gewebe gedrückt
- die Haut wird verletzt
- Entzündungen verstärken sich
- Narben können entstehen
Besonders problematisch ist das sogenannte „Dreieck des Todes“ – der Bereich zwischen Nase und Mund. Hier verlaufen empfindliche Gefäße. Entzündungen können sich schneller ausbreiten.
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Pickel richtig ausdrücken – wenn es wirklich sein muss
Zuerst die wichtigste Frage:
Muss dieser Pickel wirklich ausgedrückt werden?
Ist er tief unter der Haut (Unterlagerung), schmerzhaft oder stark entzündet? Dann bitte: Finger weg.
Wenn sich jedoch eine klare, reife Eiterkuppe gebildet hat, können Sie folgendermaßen vorgehen:
1. Hände und Haut gründlich reinigen
Waschen Sie Ihre Hände sorgfältig. Reinigen Sie das Gesicht mit einem milden Reiniger.
2. Desinfizieren
Desinfizieren Sie die betroffene Stelle sanft.
3. Sanfter Druck – niemals quetschen
Verwenden Sie zwei saubere Wattestäbchen.
Drücken Sie seitlich, nicht von oben. Stoppen Sie sofort, wenn nichts leicht nachgibt.
4. Nachpflege ist entscheidend
Desinfizieren Sie die Stelle erneut und tragen Sie eine beruhigende, entzündungshemmende Pflege auf.
Wichtig: Wenn Blut statt Talg austritt – bitte aufhören.
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Typische Pflegefehler, die Pickel verschlimmern
Oft liegt das Problem nicht beim einzelnen Pickel, sondern bei der täglichen Routine.
Zu aggressive Reinigung
Häufiges oder starkes Peeling reizt die Hautbarriere. Die Haut produziert daraufhin noch mehr Talg.
Alkoholhaltige Produkte
Sie trocknen die Haut aus – die Folge ist eine verstärkte Talgproduktion.
Zu reichhaltige Cremes
Schwere Texturen können Poren verstopfen.
Ständiges Berühren des Gesichts
Ihre Hände tragen Keime. Jede Berührung erhöht das Entzündungsrisiko.
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Die richtige Pflegeroutine bei unreiner Haut
Eine ausgewogene Hautpflege bei Pickeln sollte:
- sanft reinigen
- den pH-Wert stabilisieren
- entzündungshemmend wirken
- Feuchtigkeit spenden, ohne zu überpflegen
Setzen Sie auf leichte, nicht-komedogene Produkte mit:
- Niacinamid
- Zink
- Salicylsäure in milder Dosierung
- Aloe Vera
Weniger ist oft mehr.
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Warum Geduld Ihre beste Strategie ist
Liebe Leserinnen, unsere Haut ist kein Projekt für schnelle Lösungen. Sie regeneriert sich im eigenen Rhythmus.
Jedes aggressive Eingreifen verlängert den Heilungsprozess.
Wenn Sie Ihrer Haut:
- Zeit
- sanfte Pflege
- ausreichend Wasser
- ausgewogene Ernährung
geben, wird sie langfristig ruhiger und klarer.
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Wann Sie lieber zur Kosmetikerin gehen sollten
Bei:
- starken Entzündungen
- Akne
- wiederkehrenden Unterlagerungen
- Narbenbildung
ist professionelle Unterstützung sinnvoll. Eine fachgerechte Ausreinigung reduziert das Risiko von Narben deutlich.
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Fazit: Weniger Druck, mehr Verständnis
Pickel auszudrücken ist verlockend – aber selten die beste Lösung.
Die richtige Technik, hygienisches Arbeiten und eine angepasste Pflege sind entscheidend.
Noch wichtiger ist jedoch: Verstehen Sie Ihre Haut, statt gegen sie zu kämpfen.
Sanfte Pflege, Geduld und bewusste Routinen bringen langfristig mehr als hektisches Drücken vor dem Spiegel.
Ihre Haut wird es Ihnen danken.
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